Start: 28.06.16, mit 50 Tagesgästen durch den NOK. Wir streifen kurz die ‚Deutschland‘. Der Lotse besteht auf Radar (?). Uh, also Peildeck räumen. Will die Kamera in die Kammer bringen, durch die Schlange vor der Toilette, knurrt mich einer an: “Willst Du uns hier fotografieren?“ Humor ist, wenn man grimmig lacht. Abends ab Laboe spiegelglatte Ostsee.
Nachts: Fehmarn. Der 1. Vorsitzende kocht verdammp gut. Ein Steuermann knüpft Gordische Knoten, ein anderer sorgt durch launige Sprüche für Entspannung (allein schon der Bart). Die ServiceMenschen lesen Wünsche von den Augen ab. Alles in allem eine gut geölte Maschine – die allerdinx denn aber recht laut. War mal eine DieselLok. Rügen. Dann lange lange glatte Ostsee. Näxtes Jahr hab‘ ich ein T-Shirt: ‚PeilDeckJunkie‘. Das könnte allen mein (des öfteren) scheinbares Nichtvorhandensein ((kontemplative Meditation) erklären… Das goile am Peildeck: man guckt bis zum Horizont. Dann rauf in den Himmel. Und das irre: nix, garnix stört. Nur See und Himmel, sonst nichts.
Gdansk. Festmachen dort im Niemandsland. Mit dem ArbeitsBoot in die Altstadt und zurück. Nass, aber Spazz pur. Abends kurz um’s Schiff spaziert, ein Fuchs beäugt meine Frau und mich. Wir ihn auch. Und keine Seite zeigt Angst. Fehlt nur der Hase, um ‚Gute Nacht‘ zu sagen. Next Day: rüber zur Westerplatte (wo alles begann). Heiss. Beeindruckend, durch die (schlimme) Geschichte zu laufen. Was bringt Menschen dazu, moralisch so zu verkommen? Das Denkmal wandelt sich im Laufe der Zeit vom Kriegsdenkmal hin zum Symbol für die Solidarität aller Polen (was bemerkenswert und zugleich tröstlich ist). Was stört: die vielen Stände mit Gasmasken, Gewehrattrappen und Aschenbechern aus Granaten. Immerhin macht das es mir leichter, die Tränen zu trocknen. Anlagesteg und zurück auf die Elbe1-Seite – das leckerste Bier seit langem. Vielleich auch nur wegen der 32 Grad. Und: Alkohol ist offensichtlich definitiv kein Tabu, wenn wir liegen.
Näxter Tag: Gdansk. Wunderschön neuaufgebaute Altstad, wie’s scheint. Denn sehen kann man wegen der Millionen (sic) Gäste, die zur SAIL hier sind, fast nix. Hören aber auch nichts, alle 10 Meter Lautsprecher. Und Essen übrix auch nichts: Schlangen vor den einzelnen Tischen der Restaurants.Platte Füsse. Durchgeschwitztes T-Shirt. Gottseidank, das PeilDeck ist bei unserer Rückkehr noch da. ‚Round About Midnight‘ dann das Ablegen. Der nächste Tag beweist, wie erholsam so’ne Ostseeschipperei sein kann. Unbezahlbar. Dann plötzlich das Gegenteil, weisse Knöchel vom festhalten. Die weissen Pferde fliegen. Unsere Herzen vor Vergnügen auch. Andere Mitreisende allerdinx, aber auch Teile der Mannschaft sieht man lange Zeit nicht mehr. Ruhe. Bleiche Geister bevölkern auf einmal wieder das Schiff. In der Nacht dann die Rückkehr der fliegenden Pferde (tut mir leid für die Leidenden). Heftiger. Das schaukelnde Schlafen macht so einen Spass, das wir versuchen, nicht zu Schlafen.
Morgens Ruhe, Laboe. 50 neue Tagesgäste, diesmal von der interessanteren Sorte (Cuxhavener), viele Gespräche. 9 Tage sind viel zu kurz – aber: alles wird gut. Vermutlich. Auf dem Rückflug in die alltägliche Realität im Ruhrgebiet (auch ganz schön da) wird uns klar, das der 1. Vorsitzende wahrscheinlich der Schutzengel des schönsten Schiffes der Welt ist…
Moin moin,
Nur wer selbst dabei war, kann den vollen Umfang der Reise erfassen und davon erzählen, jeder aus seinem Blickwinkel wie auch auf dem Reisebericht zu entnehmen ist. Davon gibt es eine Menge Bilder, die allerdings nicht auf der Webseite aus Platzgründen gezeigt werden können.
Hallo, sind sie im nächsten Jahr zum Hamburger Hafenfest wieder dabei?
Ich bin beim Fest vor drei Jahren mit an Bord gegangen und die Einlaufparade mit gemacht.
Die Fahrt hat mir sehr gefallen.
Nun Plane ich für das nächste Jahr, eine Fahrt mit meiner Freundin zu machen.
Ist dies Buchbar und möglich?
Lyrik an Bord, Spurensuche
Bei unserem Besuch in Saßnitz kam ein Mann an Bord und man unterhielt sich über die Vergangenheit des Schiffes und so kam man auch auf den Vorgänger. Er erzählte, dass er einmal in Cuxhaven in einer Kneipe saß und dort immer wieder das auf der gegenüberliegenden Wand befindliche Gedicht über die Elbe 1 gelesen hatte, genauer gesagt über die 1936 gesunkene Bürgermeister O´Swald I.
Ich war so verblüfft, dass ich schnell Stift und Papier besorgte und dieses notierte.
Bürgermeister O´Swald – „Elbe 1“
Wild rast der Sturm aus Nord-Nord-West
mag Gott unser Schiff beschirmen
es rauscht „navigare necesse est“
trotz allen Brechern und Stürmen
und ist auch das End des Seins
und sollte das Leben es kosten
trotz brüllender See liegt „ELBE1“
draußen auf Außenposten
Schiff mit weißem Feuer im Mast
darf niemals vom Ankerplatz weichen
es lugt in der Sturmnacht manch Rudergast
nach Ihm dem Hamburger Seezeichen
Oft sandte der Wächter mit Flagge und Pfiff
manch erste und letzte Grüße
und keiner dachte das Schiff
jemals seine Position verließe
Es zogen ihn auf dem Meeresgrund
die rauhen Naturgewalten
trotzdem hat in der Todesstund.
seine Position gehalten
und hält sich pflichtgetreu am Anker fest
sprüht auch sein Feuer kein Funken
es rauscht „navigare necesse est“
wo „Elbe 1“ ist gesunken
moin moin Ihre Frau Hausmann hat uns heute nett empfangen und gut informiert. Elbe 1 lässt ahnen, welche MÜHEN sich damals Tag + Nacht die Besatzung aussetzen musste. Dank an die Sponsoren und den Förderverein; dass sie das den jüngeren ermöglicht – die sich das ausser I PHONE nicht vorstellen können.
MOIN MOIN Ihre Frau HAUSMANN hat uns heute nett empfangen und mit INFO s versorgt. Auch eine längere Reise auf ELBE 1 wurde offeriert. Wir wünschen den CLUBMITGLIEDERN immer eine gute und fleissige HAND – + der ELBE 1 immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Es ist gerade für die jüngeren interessant, was aus der Vergangenheit live zu erleben.
Moin zusammen,
habe am 26.6. diesen Jahres zum zweiten mal die Fahrt mit Elbe 1 nach Helgoland mitgemacht (das erste mal am 18.6.2009) . Hat wieder viel Spaß gemacht, die Crew ist toll, es gab immer Antworten auf alle Fragen, auch auf dumme, auf dem Achterschiff hat sich auch einiges getan, ich meine die Einrichtung der Messe, alles bestens. Ich wünsche Elbe 1 weiterhin alles Gute und immer genügend Wasser unter’m Kiel,
J. Baumgärtel
Nein, das „Tanzen“ war die Erstellung einer Kompensationstabelle für den Magnetkompass. Dabei wurde die Anzeige des Kreiselkompasses mit der Anzeige des Magnetkompasses verglichen um eine Fehlertabelle zu erstellen.
Die zugesandten Bilder findet man unter „163 Gedanken“ bei „Aktuelles“
U.We
Start: 28.06.16, mit 50 Tagesgästen durch den NOK. Wir streifen kurz die ‚Deutschland‘. Der Lotse besteht auf Radar (?). Uh, also Peildeck räumen. Will die Kamera in die Kammer bringen, durch die Schlange vor der Toilette, knurrt mich einer an: “Willst Du uns hier fotografieren?“ Humor ist, wenn man grimmig lacht. Abends ab Laboe spiegelglatte Ostsee.
Nachts: Fehmarn. Der 1. Vorsitzende kocht verdammp gut. Ein Steuermann knüpft Gordische Knoten, ein anderer sorgt durch launige Sprüche für Entspannung (allein schon der Bart). Die ServiceMenschen lesen Wünsche von den Augen ab. Alles in allem eine gut geölte Maschine – die allerdinx denn aber recht laut. War mal eine DieselLok. Rügen. Dann lange lange glatte Ostsee. Näxtes Jahr hab‘ ich ein T-Shirt: ‚PeilDeckJunkie‘. Das könnte allen mein (des öfteren) scheinbares Nichtvorhandensein ((kontemplative Meditation) erklären… Das goile am Peildeck: man guckt bis zum Horizont. Dann rauf in den Himmel. Und das irre: nix, garnix stört. Nur See und Himmel, sonst nichts.
Gdansk. Festmachen dort im Niemandsland. Mit dem ArbeitsBoot in die Altstadt und zurück. Nass, aber Spazz pur. Abends kurz um’s Schiff spaziert, ein Fuchs beäugt meine Frau und mich. Wir ihn auch. Und keine Seite zeigt Angst. Fehlt nur der Hase, um ‚Gute Nacht‘ zu sagen. Next Day: rüber zur Westerplatte (wo alles begann). Heiss. Beeindruckend, durch die (schlimme) Geschichte zu laufen. Was bringt Menschen dazu, moralisch so zu verkommen? Das Denkmal wandelt sich im Laufe der Zeit vom Kriegsdenkmal hin zum Symbol für die Solidarität aller Polen (was bemerkenswert und zugleich tröstlich ist). Was stört: die vielen Stände mit Gasmasken, Gewehrattrappen und Aschenbechern aus Granaten. Immerhin macht das es mir leichter, die Tränen zu trocknen. Anlagesteg und zurück auf die Elbe1-Seite – das leckerste Bier seit langem. Vielleich auch nur wegen der 32 Grad. Und: Alkohol ist offensichtlich definitiv kein Tabu, wenn wir liegen.
Näxter Tag: Gdansk. Wunderschön neuaufgebaute Altstad, wie’s scheint. Denn sehen kann man wegen der Millionen (sic) Gäste, die zur SAIL hier sind, fast nix. Hören aber auch nichts, alle 10 Meter Lautsprecher. Und Essen übrix auch nichts: Schlangen vor den einzelnen Tischen der Restaurants.Platte Füsse. Durchgeschwitztes T-Shirt. Gottseidank, das PeilDeck ist bei unserer Rückkehr noch da. ‚Round About Midnight‘ dann das Ablegen. Der nächste Tag beweist, wie erholsam so’ne Ostseeschipperei sein kann. Unbezahlbar. Dann plötzlich das Gegenteil, weisse Knöchel vom festhalten. Die weissen Pferde fliegen. Unsere Herzen vor Vergnügen auch. Andere Mitreisende allerdinx, aber auch Teile der Mannschaft sieht man lange Zeit nicht mehr. Ruhe. Bleiche Geister bevölkern auf einmal wieder das Schiff. In der Nacht dann die Rückkehr der fliegenden Pferde (tut mir leid für die Leidenden). Heftiger. Das schaukelnde Schlafen macht so einen Spass, das wir versuchen, nicht zu Schlafen.
Morgens Ruhe, Laboe. 50 neue Tagesgäste, diesmal von der interessanteren Sorte (Cuxhavener), viele Gespräche. 9 Tage sind viel zu kurz – aber: alles wird gut. Vermutlich. Auf dem Rückflug in die alltägliche Realität im Ruhrgebiet (auch ganz schön da) wird uns klar, das der 1. Vorsitzende wahrscheinlich der Schutzengel des schönsten Schiffes der Welt ist…
…was für ein toller Bericht … Danke
Moin moin,
Nur wer selbst dabei war, kann den vollen Umfang der Reise erfassen und davon erzählen, jeder aus seinem Blickwinkel wie auch auf dem Reisebericht zu entnehmen ist. Davon gibt es eine Menge Bilder, die allerdings nicht auf der Webseite aus Platzgründen gezeigt werden können.
Mit Grüßen
Uwe
Wünsche der Crew und allen Mitglidern frohe Festage und ein Frohes Neues Jahr.
Freue mich schon auf das kommende Jahr bin dan auch wieder dabei.
Gruß Peter
Hallo, sind sie im nächsten Jahr zum Hamburger Hafenfest wieder dabei?
Ich bin beim Fest vor drei Jahren mit an Bord gegangen und die Einlaufparade mit gemacht.
Die Fahrt hat mir sehr gefallen.
Nun Plane ich für das nächste Jahr, eine Fahrt mit meiner Freundin zu machen.
Ist dies Buchbar und möglich?
Grüße Karsten Meister
Super, schnelle Buchung und schnelle ausführliche Antworten zum Ablauf der Fahrt.
Danke Herr Richter
Wir freuen uns schon auf die Fahrt am 10.08.2015
Lyrik an Bord, Spurensuche
Bei unserem Besuch in Saßnitz kam ein Mann an Bord und man unterhielt sich über die Vergangenheit des Schiffes und so kam man auch auf den Vorgänger. Er erzählte, dass er einmal in Cuxhaven in einer Kneipe saß und dort immer wieder das auf der gegenüberliegenden Wand befindliche Gedicht über die Elbe 1 gelesen hatte, genauer gesagt über die 1936 gesunkene Bürgermeister O´Swald I.
Ich war so verblüfft, dass ich schnell Stift und Papier besorgte und dieses notierte.
Bürgermeister O´Swald – „Elbe 1“
Wild rast der Sturm aus Nord-Nord-West
mag Gott unser Schiff beschirmen
es rauscht „navigare necesse est“
trotz allen Brechern und Stürmen
und ist auch das End des Seins
und sollte das Leben es kosten
trotz brüllender See liegt „ELBE1“
draußen auf Außenposten
Schiff mit weißem Feuer im Mast
darf niemals vom Ankerplatz weichen
es lugt in der Sturmnacht manch Rudergast
nach Ihm dem Hamburger Seezeichen
Oft sandte der Wächter mit Flagge und Pfiff
manch erste und letzte Grüße
und keiner dachte das Schiff
jemals seine Position verließe
Es zogen ihn auf dem Meeresgrund
die rauhen Naturgewalten
trotzdem hat in der Todesstund.
seine Position gehalten
und hält sich pflichtgetreu am Anker fest
sprüht auch sein Feuer kein Funken
es rauscht „navigare necesse est“
wo „Elbe 1“ ist gesunken
Hamburg , Oktober 1936
Bürgermeister Olbrich( ?)
moin moin Ihre Frau Hausmann hat uns heute nett empfangen und gut informiert. Elbe 1 lässt ahnen, welche MÜHEN sich damals Tag + Nacht die Besatzung aussetzen musste. Dank an die Sponsoren und den Förderverein; dass sie das den jüngeren ermöglicht – die sich das ausser I PHONE nicht vorstellen können.
MOIN MOIN Ihre Frau HAUSMANN hat uns heute nett empfangen und mit INFO s versorgt. Auch eine längere Reise auf ELBE 1 wurde offeriert. Wir wünschen den CLUBMITGLIEDERN immer eine gute und fleissige HAND – + der ELBE 1 immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Es ist gerade für die jüngeren interessant, was aus der Vergangenheit live zu erleben.
Ich freue mich auf Dienstag den 14. Juli 2015.
Meine 2. Fahrt mit der Elbe 1 ,von Kiel nach Cuxhaven. :)
Moin zusammen,
habe am 26.6. diesen Jahres zum zweiten mal die Fahrt mit Elbe 1 nach Helgoland mitgemacht (das erste mal am 18.6.2009) . Hat wieder viel Spaß gemacht, die Crew ist toll, es gab immer Antworten auf alle Fragen, auch auf dumme, auf dem Achterschiff hat sich auch einiges getan, ich meine die Einrichtung der Messe, alles bestens. Ich wünsche Elbe 1 weiterhin alles Gute und immer genügend Wasser unter’m Kiel,
J. Baumgärtel
Nein, das „Tanzen“ war die Erstellung einer Kompensationstabelle für den Magnetkompass. Dabei wurde die Anzeige des Kreiselkompasses mit der Anzeige des Magnetkompasses verglichen um eine Fehlertabelle zu erstellen.
Die zugesandten Bilder findet man unter „163 Gedanken“ bei „Aktuelles“
U.We