11. Flensburger Dampf- Rundum Tage

Alles was mit Dampf betrieben wird, traf sich hier zwischen dem 10. ‚Äď 15. Juli 2013¬†

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Bereits im Vorfeld der geplanten Fahrt sorgte f√ľr reichlich Gespr√§chsstoff die geplante Fahrt¬†nach Flensburg durch den NOK (Nord-Ostsee-Kanal)¬†Prinzipiell teilten sich die Meinungen daran, was wohl mit der Abfahrtszeit am 11. Juli um

00:00 Uhr gemeint war. Noch rechtzeitig konnte dies mit unseren Mitfahrern der
“Ruhrpiraten”, die das Schiff gechartert hatten, gekl√§rt werden.¬†Kurz nach Mitternacht sollte es losgehen.¬†Unter einer Charterfahrt muss man sich vorstellen, dass eine Person oder Personengruppe, im¬†vorliegenden Fall das Schiff “mietet” um nach deren Vorgaben zu fahren.

Wir, der Feuerschiffverein fahren das Schiff mit Crew.

 

Auf der Fahrt, wie auch im Fremdhafen sorgt die Crew f√ľr einen reibungslosen Ablauf im
Bereich Schiffsf√ľhrung und Service. Nat√ľrlich kann man das nicht mit einem Kreuzfahrtschiff¬†vergleichen, doch im Prinzip trifft das aber auch zu. Eine Luxuri√∂se Unterbringung kann man¬†nicht erwarten, hier geht es im Tempo und Flair der 50-er Jahre zu. Zudem gilt die Pr√§misse,¬†dass die Reise das Ziel ist und der Aufenthalt am Zielort der H√∂hepunkt sein wird.
Kammern mit 2 √ľbereinander liegenden Betten, Gemeinschaft Dusche, vereinzelnd auch mit
Waschbecken in den Kammern, je nachdem wo man sich einquartieren konnte.
Das Essen kann auch in Ausnahmefällen in der Mannschaftsmesse, Offiziersmesse serviert
werden, doch viel geräumiger ist es auf dem sogenannten Parkdeck mit einem Logenplatz
mit dem Blick auf das Meer oder das Geschehen im Hafen.
Griffbereit liegt immer die Kamera bereit um rechtzeitig interessante Fotos von der
Umgebung zu schießen.

Abfahrt

Während des Nachmittags waren schon die meisten Mitreisenden eingetroffen. Einige kurz vor der geplanten Abfahrt.
F√ľr die Hungrigen gab es ab 18:00 Uhr eine kr√§ftigende Suppe, wobei die Betonung auf
“kr√§ftig” lag.

Mit den Ruhrpiraten hatten wir schon einige Fahrten durchgef√ľhrt und waren an
Überraschungen gewöhnt. So war es nicht verwunderlich war, das auf dem Party- Deck zu
beobachten war, dass die Modellbau- Experten begannen merkw√ľrdig aussehende Schiffchen¬†zu basteln. Es sind Mini-Springer-Tugs (1)
Stockdunkel war¬īs, der Mond schien helle, als es hie√ü – Leinen Los –

Doch irgendetwas stimmte nicht, das merkte auch bald jeder an Bord. Das Schiff kam nicht
von der Stelle. Zu wenig Wasser im Hafen und dazu kam noch eine Barre die sich
anscheinend in den letzten Vortagen auf der Längsseite des Liegeplatzes gebildet hatte.
Nach einer halben Stunde unternahm man einen erneuten Versuch, nach dem sich der
Wasserstand erhöht hatte (auflaufendes Wasser).

Mit einem “Achtung” aus dem Typhon ging es dann z√ľgig aus dem Hafen hinaus,
elbaufw√§rts, Richtung Brunsb√ľttel.

Obwohl schon weit √ľber Mitternacht hinaus, keiner der Mitreisenden legte sich in die Koje
zu, denn selbst bei Nacht ist eine Fahrt in völliger Dunkelheit, eine aufregende Sache.

Rundherum sieht man zahlreiche Lichter blinken und erst nach und nach kann man Einzelne und deren Bedeutung zuordnen.

Den ganz Wissbegierigen werden Erklärungen anhand der Seekarte gegeben, sodass jedes
einzelnes Licht identifiziert werden kann. Einige davon, wie zum Beispiel das Blau ordnet
man automatisch der Polizei zu, was allerdings nur bedingt zutrifft, denn dies kann auch
eine neuartige Beleuchtung auf Schiffen sein. ()

Auf der Br√ľcke, deren Beleuchtung gedimmt ist, ist man nun voll konzentriert.

Die einzelnen Fahrwassermarkierungen (Tonnen mit Kennungen) m√ľssen erkannt werden um¬†dem Ruderg√§nger die erforderlichen Kurskorrekturen zu geben.

Auf dem Fluss ist man selten alleine, es gibt Entgegenkommer und √úberholer.
Aus der Dunkelheit schält sich ein Kreuzfahrer heraus. Es ist die MS AMADEA. Sie ist auf
einer Kreuzfahrt nach Island, Nordkap und Spitzbergen.

Bereits lange vor der Einfahrt in den Nord- Ostseekanal (NOK) gilt es sich in den Verkehr
zum Kanal einzuordnen.
Koordiniert wird dies mit der Verkehrszentrale am Verkehrsknoten Brunsb√ľttel. (Kanal 68)
Sie ist st√§ndig mit drei Bundesbediensteten Nautikern besetzt. Die Durchf√ľhrung der
“maritimen Verkehrssicherung” ist Aufgabe der Verkehrszentrale. Darunter sind Ma√ünahmen¬†zur Gefahrenabwehr durch und f√ľr die Schifffahrt, wie Kollisionen und Grundber√ľhrungen,¬†zu verstehen. Dazu geh√∂rt auch die Verh√ľtung der von der Schifffahrt ausgehenden Gefahren¬†f√ľr die Meeresumwelt.

Gegen 02:00 Uhr erreichten wir die Schleuse in Brunsb√ľttel nachdem wir den Kanallotsen
und Steuerer √ľber die Lotsenleiter aufgenommen hatten. Diese fahren dann das Schiff durch
den Kanal auf einer Teilstecke des 100 km langen Kanals.
W√§hrend des Schleusens m√ľssen die anstehenden Formalit√§ten erledigt werden.
Das Ganze ist mit Geb√ľhren verbunden. Das Schleusen dauerte gerade 15 Minuten, der
Behördengang 40 Minuten, nicht nur weil die Schleuse eine große Baustelle ist.
Auf halber Strecke ist Lotsenwechsel.

F√ľr die Fahrt hatten wir mit 10 Stunden gerechnet. Die Fahrtzeit kann aus verschiedenen
Gr√ľnden nicht exakt angegeben werden. Auf dieser Wasserstra√üe gibt es Schiffe, die
hintereinander in gleiche Richtung fahren (West- Ost oder Ost West). Der Langsamste
bestimmt das Tempo. Bei Entgegenkommern kann es sein, das der Kanal f√ľr eine Passage von¬†zwei Schiffen zu schmal ist. Deshalb gibt es sogenannte Weichen in die eines der Schiffe
hineinfährt und dann solange warten muss bis der Andere vorbei ist.

Gegen 8:00 Uhr haben wir einen größeren Entgegenkommer und unser Schiff muss in einer
Weiche warten.

Fr√ľhst√ľck gab es zu der √ľblichen Zeit 7:30-8:30 Uhr. R√ľhrei, Streifen- Speck, Br√∂tchen,
Joghurt, Kaffee, Tee und Fr√ľchte!

F√ľr die Service- Crew ist es immer wieder ein √Ąrgernis, wenn diese Essenszeiten nicht
eingehalten werden, denn sie hat auch noch andere Arbeiten zu erledigen.
Auf dem Kanal ist wenig Betrieb, dass wir ohne eine weitere Unterbrechung bis nach Kiel
fahren. Das brachte uns eine Zeitersparnis von beinahe 2 Stunden ein.
In den fr√ľhen Morgenstunden, Sonnenaufgang, spiegelglattes Wasser leichter Nebel dar√ľber,¬†am Ufer, K√ľhe ohne Unterleib, bei denen nur der Kopf aus dem Nebel herausschaute,

G√§nsefamilien, Camper Angler … Natur pur …

Auf der 100 km langen Fahrt ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis wenn man unter
einer Br√ľcke hindurch f√§hrt. Es gibt 10, wobei die Eisenbahnhochbr√ľcke in Rendsburg mit
der darunter liegenden schwebenden Schwebef√§hre die Imposanteste ist. Sie √ľberquert in
einer lichten H√∂he von 42m den Kanal, wie √ľbrigens alle anderen Br√ľcken auch, dank der
Planung von Kaiser Wilhelm II (Bau 1907-1914).
Obwohl es sicher ist, dass man mit den Masten nicht an der Unterseite der Br√ľcke “kratzt”
geht doch so mancher banger Blick hinauf, um mit den Augen die Passage zu verfolgen.
Der Blick t√§uscht, denn mit unserer H√∂he √ľber dem Wasser von 30m ist noch mehr als 10m
Platz dazwischen.¬†Neben den Br√ľcken gibt es noch 13 F√§hren die den Kanal queren.

Ein Hubschrauber fliegt mit einem Werbebanner seine Runden.

Die Gäste drängen sich auf dem Peildeck als vor der Schleuse die COLOR FANTASY von
Oslo kommend nach Kiel kam.

Nachdem wir die Schleuse in Kiel verlassen hatten, ging es am U- Boot- Ehrenmal in Laboe
vorbei, Richtung Leuchtturm Kiel. Er steht zentral in der Kieler Bucht, hat ein Leit- und
Orientierungsfeuer und beherbergt neben zahlreichen Messeinrichtungen auch eine
Lotsenstation.

Am Leuchtturm, ging es mit nördlichen Kursen Richtung Flensburg.Bei strahlendem Sonnenschein passierten wir die bekannten Freizeitpark Booknis, Damp mit dem Museumsschiff Albatros () Schönhagen, Holnis. In der Flensburger Förde waren viele Freitzeitskipper unterwegs die uns bei der Fahrt begleiteten oder auch im negativen Sinne, mit ihren Fahrmanövern behinderten, sodass immer wieder kurzfristige Kurskorrekturen oder die Verringerung der Geschwindigkeit erforderlich waren. Bedingt durch unseren Tiefgang von 4,7 m waren wir strickt an das enge Fahrwasser  gebunden.

Dann passierten wir Gl√ľcksburg und die Marineschule Flensburg- M√ľrwik. Die Marineschule¬†M√ľrwik (MSM) in Flensburg-M√ľrwik, ist die Offiziersschule der Deutschen Marine.Die Marineschule ist mit dem ihr unterstellten Segelschulschiff ‚ÄěGorch Fock‚Äú das¬†Ausbildungszentrum der Offiziere und Offiziersanw√§rter der Marine. In dem an der¬†Flensburger F√∂rde gelegenen ‚ÄěRotes Schloss am Meer‚Äú wird in einem “traditionellen,¬†maritimen Umfeld mit frischem Geist, zeitgem√§√üen Ausbildungsmethoden und moderner ¬†Technik fordernde Ausbildung gestaltet.

Im immer enger werdenden Fahrwasser hatten wir √∂fters mit Seglern zu tun, die anscheinend¬†sich nicht gut mit der Seestra√üenordnung auskannten und von unserem nicht zu √ľberh√∂renden¬†Typhon “aufgeweckt” wurden.

Am Donnerstagabend, dem 11. Juli 2013, gegen 18:00 Uhr erreichten wir Flensburg.

Alte Bekannte wie die¬†STETTIN, das Museumsschiff “GREUNDIEK” aus Stade, die¬†SCHAARH√ĖRN, der Dampfeisbrecher ¬†WAL¬†und Feuerschiff¬†ELBE3¬†liegen bereits im Hafen.

Ohh – da sind ja noch mehr, sehe ich, den Dampfschlepper¬†FLENSBURG¬†und das¬†Salonschiff¬†ALEXANDRA¬†, den¬†BUSSARD¬†und die¬†BJ√ĖRN¬†sowie¬†Kapit√§n¬†Meyer”

Hilfreiche H√§nde warteten schon auf uns, um unser Schiff festzumachen. Ein “Warschau¬†Wurfleine” wurde von den Se(h)leuten auf der Mole wenig beachtet, sodass es vorkam, dass¬†der Ball der Wurfleine in unmittelbarer K√∂rpern√§he vorbei flog oder aufschlug.

Der Ruf “Warschau” hat mit der polnischen Stadt nichts zu tun, sondern bedeutet in der¬†Seemannssprache so viel wie Achtung.

Doch was hilft es, wenn der Ruf nicht beachtet oder verstanden wird?
Die Wurfleine hat an einem Ende ein mit Sand gef√ľlltes Segeltuch- S√§ckchen oder einen aus¬†Tau gefertigten Ball. Hat die Leine das Land erreicht wird mit dieser wiederum die¬†eigentliche Festmacherleine von Bord gezogen um diese dann wiederum √ľber einen Poller zu¬†werfen.

Ein Poller ist ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes an der Kaje oder an der Pier. Poller sind meistens Pilz- oder hakenförmige Metallkörper, um die Festmacherleine gelegt wird.

Ungeduldig warteten unsere Mitfahrer, um an Land gehen zu können. Zuvor musste allerdings die Gangway angebracht werden. Kaum freigegeben, wurde sie in beiden Richtungen benutzt, um einerseits die Gäste an Land zu lassen oder Рwie bereits ungeduldig erwartet, die auf dem Landweg eintreffenden Crewmitgliedern an Bord zu lassen. ()

Nach dem Abendessen drehe ich eine Runde im Hafen um mich einmal um zusehen, was sich so tut.

Vor unserem Schiff wird eine B√ľhne aufgebaut und eine Bratwurstbude hat bereits ihren¬†Betrieb aufgenommen.

Morgen fr√ľh, der 12. Juli gibt es wieder das obligatorische “Open Ship”. F√ľr die Crew¬†bedeutet das – Schichtdienst auf dem Partydeck und Br√ľcke und in der Komb√ľse muss sowohl¬†f√ľr die Crew und f√ľr die G√§ste Essen zubereitet werden.

Wer an Land will, muss dies mit der Crew absprechen. All dies wird in einem Dienstplan festgehalten. Während meiner Marinezeit war ich auch in Flensburg und wollte durch die Innenstadt bummeln um herauszufinden, ob ich mir bekannte Gassen, Hinterhöfe und Gänge wieder erkenne.

Ein sehr markantes, aber leider derzeit leer stehendes Gebäude, hat wohl mal eine Kneipe Namens Journal beinhaltet. Die Außenverkleidung besteht origineller Weise aus alten Druckplatten.

Ganz gezielt wollte ich mir das Rum Museum () und nat√ľrlich auch das Schifffahrtsmuseum¬†ansehen.

Zum ‚ÄěDampf Rundum‚Äú pr√§sentieren der Modellclub Flensburg, die Modellbaugruppe Nord,der Modelleisenbahnclub Tarp sowie weitere Modellbauer aus Deutschland, D√§nemark und¬†√Ėsterreich auf dem Museumshof eine gro√üe Modell Schau mit Wasserbecken. Besonderes¬†Augenmerk verdient wieder die 40 m¬≤ gro√üe Modell-Hafenanlage der IG Kaiserliche Marine,¬†bei der das Hafengeschehen der Kaiserzeit zu Wasser und zu Lande detailgetreu und voll¬†funktionst√ľchtig nachgebaut wurde. In der Technikhalle werden Maschinen, Motoren und¬†Modelle aus der Museumssammlung vorgef√ľhrt.

Vor der Er√∂ffnung gab es allerdings eine gro√üe Aufregung, es wurde eine Feueralarm¬†ausgel√∂st, sodass kein Zugang zum Museum m√∂glich war. Ursache war nicht ein Feuer,¬†sondern durch den Rauch der davor stehenden Lokomobile und Dampfschiffe im Hafen.¬†In der Zwischenzeit hatte sich eine Menschentraube vor dem Eingang angesammelt und alle¬†wollten zur gleichen Zeit in das Museum, dachte so wie bei einem “Sommer -Schlussverkauf”

Angelockt durch teilweise unbekannte Geräusche kam ich in ein Zelt in dem eine große Anzahl von Dampfmaschinen Modelle in Bewegung waren. Einige angetrieben mit einer Spiritusflamme oder mit Pressluft, surrte und zischte es in allen Tonlagen.

Da f√§llt mir gerade ein, dass ich meinen S√∂hnen einmal eine Dampfmaschine geschenkt hatte,die ich irgendwo auf dem Dachboden einmal suchen m√ľsste.

Unter den gezeigten Motoren befand sich auch eine bisher nicht bekannte Antriebsart wie¬†eines arbeitender “Oszillationsmotor”.

Schiffsmodelle mit einer funktionierenden Dampfmaschine waren ein richtiger Hingucker.

Im zweiten Zelt war ein riesiges kaiserliches Diorama zu bewundern.

Sah man sich die Besucher an, so waren einige “√§ltere Herren” dabei, die diese Schiffe vor¬†langer Zeit gebaut haben k√∂nnten.¬†Wir liegen mit “ELBE 1” direkt am Hafeneingang, gegen√ľber dem Volksbad und jedes Schiff¬†muss an uns vorbei.

Ein näher kommendes Geräusch lässt mich aufhorchen, es ist eine Dampflokomotive mit Anhängern aus einer längst vergangenen Zeit.

W√§hrend meiner Ausbildung in den 50-er Jahren musste ich einmal pro Woche mit dem¬†Eilzug von Ulm nach Augsburg fahren. Besonders im Winter war der Bahnsteig in¬†Dampfwolken geh√ľllt. Diesen Geruch, wie auch hier erneut vorkommend, werde ich nie¬†vergessen.

Um 19:30 Uhr soll die “ELBE 1” zur bevorstehende Dampferparade und Dampferrennen ¬†um das “Blaue Brauerband” der Flensburger Brauerei ablegen.

Unsere G√§ste nutzen die Zeit bis zur Abfahrt um ihre Mini-Springer vor dem Science Center¬†“Phaenomenta” () zu fahren.

Die Luft im Hafen s√§ttigt sich mehr und mehr mit den Ru√üwolken der teilnehmenden Schiffe¬†f√ľr das anstehende Dampfschiffrennen.

An Bord war bisher eine wohltuende Ruhe, weil unsere Stromversorgung mit “Landstrom”¬†erfolgte.¬†Bereits seit 15 Minuten l√§uft nun unser Schiffsdiesel und ein Stromaggregat. Nun hei√üt es¬†“Leinen los”

Ich brauche nicht extra betonen, dass sich Menschenmassen bildeten, um die auslaufenden Schiffe zu fotografieren. Im Insgeheimen frage ich mich, was wohl mit den vielen Geknipse einmal werden soll.

Wir √ľberholen die Elbe 3, sie ist das Zielschiff der Regatta.

Die F√∂rde wird mehr und mehr in Ru√üwolken eingeh√ľllt. Wie muss das fr√ľher einmal¬†ausgesehen haben wenn eine Flottille der Kaiserlichen Marine im Man√∂ver war?

Die an Land Gebliebenen konnten mit Sicherheit nur vage die Schiffe zwischen den Rußwolken erkennen.

Das Startsignal Рunser Typhon musste jeden Moment zu hören sein. Unser Diesel konnte einmal zeigen was er noch kann Рund schon ging es los. Auch von den anderen Schiffen hörte man die Dampfpfeifen. Wenn man darauf vorbereitet war, konnte man den Dampfstrahl sehen und dann erst hörte man das heisere Signal.

Das Ganze ist ein riesiger Spa√ü nicht nur f√ľr die Kapit√§ne.

Die “STETTIN” passierte die Ziellinie von der “SCHAARH√ĖRN“.

Vom Rennen gibt es √ľbrigens ein Video auf YouTube

P√ľnktlich um 23:00 Uhr legen wir wieder an unserem Liegeplatz im Flensburger Hafen an, wo¬†noch viel Betrieb ist! Aber das hat ja auch einen Grund!

Nach dem Rennen kann man nicht so einfach abschalten, die Gangway und der Ladenschluss muss wieder montiert werden, erst dann kann man das Treiben in der Umgebung der Elbe 1 genießen.

Auf einer B√ľhne, direkt vor dem Schiff, spielte eine Cover-Band mit St√ľcken von Udo¬†Lindenberg.¬†Die Menschenmengen wurden immer gr√∂√üer, denn um 23:00 Uhr begann p√ľnktlich das¬†Feuerwerk

Die “Insider” suchten sich an Bord die besten Pl√§tze, um m√∂glichst eine gute Sicht zu haben.¬†Dies war insofern einfach, weil es in unmittelbare N√§he des Schiffes auf einem Ponton¬†abgebrannt wurde.¬†Am folgenden Tag wurden alle Teilnehmer an Bord des Salondampfers “Alexandra” zur¬†Siegerehrung eingeladen. Die Ermittlung des Siegers war eine heikle Sache, denn der Sieger¬†war nicht der, der zuerst die Ziellinie durchlief.

Dieser wurde in einer komplizierten Rechnung ermittelt, in dem die gefahrene Zeit, die Schiffslänge und die Schuhgröße der Kapitäne mit einbezogen wurde.

Obwohl wir keinen Dampfantrieb haben, machten wir den “1. Platz in unserer Klasse

Nach dem Essen ging es zum Technik Park von Niro Petersen, wo Dampfmaschinen und Lokomobile im Maßstab 1:1 stehen. ()

Im Hinterhof werden weitere Lokomobile “angeheizt”. Es riecht nach Kohle, Dampf und¬†hei√üem Wasser.¬†Eine kleine Ausf√ľhrung stach mir in die Augen und ich komme schnell ins Gespr√§ch mit dem¬†Eigent√ľmer.

Er ist Holl√§nder und f√§hrt mit seinem Modell von einer Veranstaltung zur N√§chsten. Sein¬†Modell ist ein Vorf√ľhrmodell eines Lokomobils, das von Liebhabern gekauft werden kann,¬†entweder in Teilen oder auch fertig montiert. √Ąhnliches h√∂re ich von einem Engl√§nder und¬†einem Amerikaner, der ebenfalls an einem Dampfmonster steht und liebevoll die Messing und¬†Kupferr√∂hren putzt.

Wieder werde ich an meine Kindheit erinnert. Damals wollten viele wie ich auch meine¬†Mitsch√ľler im Sommer auf einen Bauernhof nicht nur wegen des Abenteuers, sondern die¬†Aussicht auf etwas Essbares.

Dort gab es keine Dampfmaschine, jedoch einen Lanz Bulldogge der die hölzerne Dreschmaschine Antrieb.

Ich h√§tte noch stundenlang die Exponate angesehen, doch ich musste zur√ľck an Bord.¬†Schon auf der Herfahrt stellten wir fest, das zum einen die Backbord Positionslampe¬†ausgefallen war und dann noch das vordere Topplicht.

Die Birne der BB- Leuchte war leicht auszutauschen, denn ein Ersatz war Vorhanden. Man musste sie nur aus dem Vorrat heraussuchen.

Der Austausch der Birne in der Positionslaterne in luftiger Höhe war dagegen nicht so einfach.

Schnell fanden sich zwei Mutige um sich gegenseitig zu sichern.

Der Aufstieg durch den Turm, √Ėffnen des Turms in H√∂he der Optik und dann der weitere¬†Aufstieg am Mast waren nicht gerade einfach. Die Ersatzbirne war jedoch schnell eingebaut.

Mein Gedanke war, dass er nur hinaufgeklettert wurde um einem super Ausblick auf die Umgebung und das darunter liegende Schiff zu haben, denn die auf der Hinfahrt gebastelten Mini-Springer, drehten bereits ihre Runden in einem Planschbecken auf dem Versaufloch.

Auf der R√ľckfahrt gab es nicht viel Neues zu sehen, eben nur alles in umgekehrter¬†Reihenfolge.

Weiter f√ľhrende Links:

() http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=43531

() http://de.wikipedia.org/wiki/Rendsburger_Hochbr%C3%BCcke

() http://www.mamilade.de/schleswig-holstein/rendsburgeckernfoerde/

ausflugstipps/museum/museumsschiff-albatros-naturkundmuseum-damp

() http://www.dampfer-alexandra.de/index.php

() http://www.flensburger-dampf-rundum.de/Preise_Plaene/body_preise_plaene.html

() http://www.phaenomenta-flensburg.de/

(3) http://www.youtube.com/watch?v=PXh4oSQWb7A&feature=player_embedded

() http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=YloP7aoBY24

Einen weiteren Reisebericht nach Flensburg findet man unter: 

http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=477656#post477656

6 Gedanken zu „11. Flensburger Dampf- Rundum Tage

  1. Monika Hornung sagt:

    Hallo zusammen,

    ich w√ľ√üte auch gern wann der n√§chste Termin in 2017 ist.

    Viele Gr√ľ√üe M.Hornung

  2. Broder Kastens sagt:

    Hallo,
    ich w√ľsste gerne, wann der n√§chste Termin dieser Veranstaltung von flensburg-dampf-rundum ist.
    Sch√∂ne Gr√ľ√üe
    B.Kastens

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