Eine Kulinarische Reise nach Hamburg

Geplant und Organisiert von Christa & Kuddl

Christa & Kuddl überraschten wieder einmal uns Alle mit einer Crew- Fahrt ins Blaue. Ins Blaue, weil niemand zuvor wusste wohin die Fahrt gehen sollte. Was durchsickerte, führte zu allerhand Spekulationen, weil  das Mitbringen einer Badehose und der Rentenausweis empfohlen wurden. Ebenfalls sollte jeder 50.- € griffbereit haben.

Letzterer wurde nach der Abfahrt am Wochenmarkt – Parkplatz gleich eingesammelt.

Die Gretchenfrage war, geht es Richtung Bremen oder Hamburg.

Der erste Reisestopp war dann in York im Alten Land mit einem Becher Kaffee. Christa hatte vorzüglich zubereitete Fisch- Frikadellen im Angebot, die zuerst etwas zögerlich angenommen wurden, später dann mehr oder weniger Ihr aus der Hand gerissen wurden,  weil sie wirklich gut schmeckten, selbst in der frühen Morgenstunde.

Neben Bier gab es noch Wasser und Cola das der Busfahrer bereitstellte.

Wie schon auf der bisherigen Fahrt gab es so zwischendurch einen „Kümmerling“ oder  einen Kurzen vom „Emdener Hafenwasser“ Auch waren öfters Studentenfutter und Chips von Kuddl und Christa angeboten im Umlauf.

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter durch die weitläufigen  Apfelanbaugebiete im Alten Land mit den malerischen Fachwerkhäusern die auch heute noch vom Wohlstand der Apfelbauern zeugen.

Nächstes Rätselraten- geht es eventuell zu Airbus?

Nein, wir fuhren am Eingangs Tor vorbei. Der Verkehr wurde immer dichter und wir fädelten uns in die Spur zur Köhlbrandbrücke ein. Diese hatten wir bisher bei unseren Reisen mit der Elbe1 immer nur von der Wasserseite gesehen und sogar einmal darunter durchgefahren.

Ist schon faszinierend von dort oben auf die verschiedenen Hafenterminals zu sehen.

An der Ecke Koreastrasse- Hongkongstrasse hielt der Bus. Jetzt war das nächste Ziel erkennbar, es war das Internationale Maritime Museum Peter Tamm Stiftung, leicht erkennbar an der davor befindlichen riesigen Schiffsschraube und den beiden Kanonen vor dem Eingang. [1]

Das Museum,  im Kai Speicher B beherbergt, wird stetig erweitert. Sie ist die weltweit größte maritime Privatsammlung und wurde 2003 in eine gemeinnützige Stiftung überführt und wird auf 9 Ausstellungs- Decks präsentiert. Schiffsmodelle, darunter ein Modell aus Gold und Silber und mMehrere sogar aus Knochen.

Handelsschifffahrt, Kreuzfahrerträume, Marine Geschichte und Meeresforschung, kostbare Exponate aus aller Welt, erzählen lebendige Geschichte aus dreitausend Jahren Seefahrt.

Um alle Decks zu besichtigen benötigt man zumindest einige Stunden oder besser noch man nimmt sich dafür einen ganzen Tag Zeit.  

Wir hatten das Privileg,  als ehrenamtlich Tätige,  an zwei gestrafften Führungen zu den Highlights geführt zu werden und im Schiffs- Simulator ein Schiff auf der Elbe aufwärts zu steuern.

Schon etwas müde geworden,  ging es dann wieder im  Bus zum

Hotel Europäischer Hof Hamburg. [2]

Es ist ein beleibtes 4- Sternehotel in zentraler Lage direkt am Hauptbahnhof

Einige konnten sofort auf ihr Zimmer gehen um sich zu erfrischen, der Rest wartete darauf, dass das reservierte Zimmer bezogen werden konnte.

Zum geplanten  Abendessen ging es dann in das neben gelegenem Restaurant Schifferbörse [3]

Die Einrichtung besticht mit außergewöhnlichen Originalen der Seefahrtmit einer traditioneller norddeutsche Küche und  maritimer Kulisse.

Das Essen war in gemütlicher Atmosphäre. Ein kulinarischer Genuss war das danach gereichte Dessert. Heiße Pflaumen,  Walnusseis  mit Sahnehaube mit einem Hauch von Zimt. Einstimmig war dies ein erwähnenswerter Leckerbissen.

In der Zwischenzeit war es dunkel geworden – was tun? In kleinen Grüppchen ging es zuerst einmal zum gegenüber liegenden Hauptbahnhof.

Und von dort zum gerade begonnenen Weihnachtsmark. Einige wurden magisch von den tanzenden Türmen angezogen die 2012 fertig gestellt wurden, um dann das  im 25. Stockwerk liegenden Restaurant aufzusuchen. Belohnt mit einer phantastischen Sicht über die Stadt in  der langsam eintretenden Dunkelheit.

Als Tanzende Türme bzw. Tango-Türme werden die zwei Hochhäuser bezeichnet, die am östlichen Eingang zur Reeperbahn in Hamburg stehen. Im obersten Stockwerk entstand 105 Meter über Elbniveau das höchste Restaurant der Stadt [4]

Für mich war dies keine Option.

Beim Reiseantritt war erwähnt worden, dass man eine Badehose mitnehmen sollte. Jetzt war dies klar geworden, denn im Hotel gab es einen großen Wellnessbereich.

Gegen eine vorherige schriftliche Unbedenklichkeitserklärung konnte man die Wasserrutsche, sie geht über 6 Etagen hinunter, benutzen. Klar, das wollte ich einmal probieren, zumal ich meine Badehose dabei hatte.

Danach folgten war ein paar Runden im wohl temperierten Swimmingpool.

Eine der 4  Duftsaunen wollte ich auch noch ausprobieren und danach am offenen Kaminfeuer relaxen. Es trafen immer mehr und mehr Nutzer ein, sodaß alle Ruheplätze im Nu belegt waren und ich  mich entschloss,  das Spa zu verlassen

So richtig zum Ausspannen ging es dann in die Piano Bar. Mit etwas Phantasie konnte man sich in vergangene Zeiten versetzten, als noch Gesellschaftskleidung getragen wurde und nicht wie heutzutage Jeans und Pullover.

Am folgenden Tag, gab es ein reichhaltiges Frühstück schon ab 0730h. Danach warteten wir auf den folgenden Bustransfer mit erneut unbekanntem Ziel.

Erneut  ging es Kreuz und quer durch die Speichersystem. An der Bushaltestelle warteten wir bis zum nächsten Höhepunkt.

Dieser rollte in Form eines Hafen City Reisebusses an,  der doch etwas merkwürdig anzusehen war, denn es war ein Wasser- Schwimmbus,  Bus und Schiff zugleich.

So brachen wir zu einer  einzigartigen amphibischen Stadtkreuzfahrt durch die historische Speicherstadt, der mondänen Hafen City und dem noch authentischen Stadtteil Rothenburgsort an. ( Linie I ) [5]

Als der River Bus in Betrieb genommen wurde, gab es wiederholt Anrufe bei der Polizei, dass wohl ein Bus in die Elbe gefahren ist und Hilfe benötigt und eventuell ein GPS Navigationssystem versagt habe.

Wir k amen trockenen Fußes wieder zurück an Land. Übrigens, zum Betreiben eines solchen Schwimmbassins wird ein Busführerschein benötigt und ein Kapitänspatent. Es gibt nur wenige Kapitäne die diese Vorgabe erfüllen.

Wieder ging es durch den Hafen, an den wartenden Menschenschlangen vorbei, die sich vor der  der Elbphilharmonie ( Elfi) , dem Dungeons, Miniatureisenbahn um nur Einige zuimmer noch befanden, nur um Einige zu  nennen.

Wenn man aus einen kleinen Stadt wie Cuxhaven kommt, ist man nicht daran gewöhnt überall auf  Reisegruppen, Stadtrundfahrten, Radfahrer und E- Roller zu treffen.

Das nächste Reiseziel war, zuerst daran vorbeigefahren, die Oberhöfen- Kantine in der Stockmeyerstrasse.[6]

Das schiefe Backsteinhaus gilt als Szenelokal. Mit einem großen Plakat angezeigt, werden Köche gesucht.

Schon beim Eintreten fällt die Schieflage sofort auf. Man sitzt an rustikalen Tischen und kann sich gut vorstellen, wie einst die Hafenarbeiter bei einem einfachen Essen ihr Bierchen tranken.

Für uns wurde extra aufgetischt. Es begann mit einem einfachen Matjes Brot. Dann folgten Bratkartoffeln mit grober Bratwurst. Es folgten Schweine Medaillon, Putenbrust mit Pastinaken und  Rucola Salat.

Recht lecker duftete es, als Flammkuchen (Pizzas) mit Ziegenkäse und Lauch als weitere Variante mit Pilzen und Speckwürfeln, aufgetragen wurden.

Das war aber noch nicht Alles.

Alle bekamen große Augen als ein weiteres Gericht folgte, Bandnudeln, überbacken mit Käse und Hokkaido – Kürbis-  Streifen.

Natürlich gab es noch einen Absacker und als Alternative einen Nachtisch.

Die Bedienung hatte noch einen Vorschlag, “verschleiertes Bauernmädchen”

Dass ist eine Scheibe Vollkornbrot, darüber Eis mit Äpfel und Birnen in Jogurt abgedeckt mit einem Sahnehäubchen.

Danach vertraten wir unsere Beine und machten einige Erinnerungsfotos vom windschiefen Haus. ( 2-3 Grad Schlagseite).

Aber der Tag war noch nicht zuende. Wieder im Bus zurück,  ging es erneut in die Speicher Stadt zum nächsten Programmpunkt.

Kaffe Seminar

In einem Eckhaus ging es zum Kaffeeseminar im Kaffeebrewda

In einem Seminar lernt man viel über die Herkunft, Anbau und Verarbeitung des Kaffees vom Seminarleiter Erik Brockholz kennen, denn er ist zweifacher deutscher Vizeröstmeister und Goldmedaillengewinner der Röste Gilde.

Er vermittelt sein Wissen mit Witz, Charme und Leidenschaft. Es wurden alternative Brühmethoden gezeigt wie Chemielabor oder Aeropress.

6 verschienene Kaffeesorten gab es, an denen jeder einmal Mal riechen durfte um einen ersten Überblick zu bekommen. Schon jetzt konnte sich jeder seinen Favoriten aussuchen. Mit einer einfachen Brühmethode, bei 96 Grad heissem Wasser wurden die einzelnen Proben gebrüht. Man konnte bei den  einzelnen Kaffee Sorten riechen und dabei feststellen, wie sich das Aroma verändert hatte. Danach  wurde der der Schaum, die Chema abgeschöpft und es erfolgte die eigentliche Verkostung mit schnuppern und schlürfen. Jeder bekam aus hygienischen Gründen 2 Teelöffel. Mit dem Ersten nimmt man eine Probe aus den verschiedenen Sorten und füllt diese dann  in den zweiten Löffel  aus hygienischen Gründen um. Für Kaffeeliebhaber ist das schon ein Erlebnis.

Ebenfalls im Hause werden Seminare für Gin- und Teeliebhaber angeboten.

Danach, warteten wir auf den Bus zur Weiterfahrt. Durch den Elbtunnel, ohne Stau,  ging es im flüssigen Abendverkehr, wieder durch das alte Land, mit einem Zwischenstopp in York zurück nach Cuxhaven.

Christa d Kuddl haben das wieder super organisiert. Wir bedanken uns für den gelungenen Crew Ausflug nach Hamburg.

Christa hat die meisten Bilder zur Verfügung gestellt. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, das jeder der sich in einer Abbildung wieder findet, die Löschung verlangen kann oder zumindest sein Gesicht verschleiern lassen kann.

Weitere Fotos nehme ich gerne zur Veröffentlichung entgegen.

U.W

Link Verzeichnis und Quellen.

[ 1 ] https://www.imm-hamburg.de/

[ 2 ] https://www.europaeischer-hof.de/

[ 3 ] https://www.schifferboerse-hamburg.de/

[ 4 ] https://www.clouds-hamburg.de/restaurant/

[ 5 ] www.hafencityriverbus.de

[ 6 ] www.oberhafenkantine-hamburg.de

[ 7 ] kaffeebrewda.de